defriesemaatkast
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Momento
artikel no: 11

Das verschlissene Männerorchester rief Erinnerungen an die Worte von Nabokov hervor, dass das Leben wie ein Blitzlicht zwischen zwei Ewigkeiten der Finsternis sei.
Aber auch der Gedanke, dass Leben ein düsteres Ringen zwischen zwei Ewigkeiten von Licht ist, war dem Orchester nicht fremd.

Momento mori, die gekoppelten Wörter, die vielmehr Traurigkeit als Freude hervorrufen, während das doch auch möglich ist.
Wenn ich das ‘Momento’ losschneide, dann steht jeder Moment zentral und ist es immer eine Erinnerung, die als Gedanke oder als tastbare Reliquie in einer Schublade oder einem Glasschrank aufbewahrt werden kann.

Ich hatte die Herstellung des Schrankes mit dem Unvollendeten in Gedanken gestartet, von Mozart, von Mondriaan und auch von Rudi van de Wint in Den Helder. Ich sah ein, dass, wie ansprechend das Unvollendete auch sei, dies nie gemacht werden könnte, sondern entstehen müsste in jenem unentrinnbaren Ende.
Ob ich je ein unvollendetes Werk schaffen werde, steht nicht bei mir. Die Zeit wird es lehren.





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